{"id":49,"date":"2018-01-24T13:57:17","date_gmt":"2018-01-24T12:57:17","guid":{"rendered":"https:\/\/hatikva.de\/schlussstrich\/?page_id=49"},"modified":"2020-09-15T10:28:04","modified_gmt":"2020-09-15T08:28:04","slug":"antiamerikanismus","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/hatikva.de\/schlussstrich\/themenbereiche-nach-15-9-2020\/antiamerikanismus\/antiamerikanismus\/","title":{"rendered":"Antiamerikanismus und Antisemitismus"},"content":{"rendered":"<blockquote>\n<p>&#8222;Antiamerikanismus ist das einzige Vorurteil in Deutschland, das mit sozialem Status und h\u00f6herer Bildung noch zunimmt.&#8220;<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Andrei S. Markovits<\/p>\n<h2>Fachliche Einf\u00fchrung<\/h2>\n<p>Antiamerikanische Vorurteile, Stereotype und Zuschreibungen haben wenig bis nichts mit dem zu tun, wie Amerikaner oder die USA tats\u00e4chlich sind oder was sie tun. In diesen Vorstellungen oder auch in der Abwehr gegen &#8222;Amerikanisierung&#8220; werden vor allem eigene Identit\u00e4ts-, Weltdeutungs- und Zukunftsfragen verhandelt. Damit ist der Antiamerikanismus dem Antisemitismus recht \u00e4hnlich, der sich ebenfalls nicht aus dem konkreten Verhalten von J\u00fcdinnen und Juden ergibt, sondern Projektion von konstruierten Bildern auf J\u00fcdinnen und Juden ist.<\/p>\n<p>Gro\u00dfe \u00c4hnlichkeiten und Verbindungslinien zwischen beiden Ph\u00e4nomenen bestehen vor allem auf der Ebene der Strukturprinzipien, also jenen Merkmalen, die beide Ph\u00e4nomene auf abstrakt-struktureller Ebene kennzeichnen. Sie treffen sich in ihren Feindbildern und Welterkl\u00e4rungsmustern, denen feste Vorurteilsstrukturen zugrunde liegen und die h\u00e4ufig zu Verschw\u00f6rungsfantasien verkn\u00fcpft werden. Sie sind seit dem 19. Jahrhundert in ihren Narrativen miteinander verkn\u00fcpft und treten auch heute noch oft gemeinsam, zum Beispiel in den Sozialen Medien, auf.<\/p>\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-background-color has-background\"><strong>Definition &#8222;Antiamerikanismus&#8220;<\/strong><br><strong>Antiamerikanismus<\/strong> zeichnet sich im Allgemeinen dadurch aus, dass vermeintlich negative &#8222;amerikanische&#8220; Merkmale zu Wesensz\u00fcgen der USA oder der Amerikanerinnen und Amerikaner verabsolutiert werden. Dabei werden die USA oder die Amerikanerinnen und Amerikaner h\u00e4ufig in stereotypen Beschreibungen politisch instrumentalisiert. Differenzieren lassen sich der kulturelle und der politische Antiamerikanismus, auch wenn sich beide Auspr\u00e4gungen h\u00e4ufig \u00fcberschneiden.<br>Kultureller Antiamerikanismus konstruiert den &#8222;kulturellen Verfall&#8220; der USA bzw. der Amerikanerinnen und Amerikaner, der angeblich in Oberfl\u00e4chlichkeit, \u00d6konomismus und Materialismus zutage trete. Artikuliert wird diese Kritik insbesondere durch das konservativ-kulturnationalistische B\u00fcrgertum.<br>Der politische Antiamerikanismus l\u00e4sst sich eher bei der politischen Linken verorten. Dabei sind Kapitalismuskritik und Antiimperialismus kennzeichnende Merkmale. Bei dieser Form von Antiamerikanismus wird die USA in ihrer angenommenen Funktion als F\u00fchrungsmacht eines kapitalistischen und ausbeuterischen Systems abgelehnt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Verbindungslinien<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Gemeinsame Feindbilder<\/em><br>&#8222;Geld, Zins, B\u00f6rse&#8220; sowie die Postmoderne \u2013 diese stereotypen Feindbilder lassen sich sowohl f\u00fcr Antiamerikanismus als auch f\u00fcr Antisemitismus nachweisen. Diesen Feindbildern liegen feste Vorurteilsstrukturen zugrunde, in denen sich die Angst vor der &#8222;Verjudung&#8220; und &#8222;Amerikanisierung&#8220; in einem Unbehagen an der gesellschaftlichen Modernisierung ausdr\u00fcckt. J\u00fcdinnen und Juden und\/oder Amerikanerinnen und Amerikaner werden dadurch zum abstrakten Prinzip gemacht und stehen so stellvertretend f\u00fcr die kapitalistische Moderne und Postmoderne.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Gemeinsame Strukturprinzipien<br><\/em>Strukturelle Parallelen finden sich in der Personifizierung von Modernisierungsfolgen, der Konstruktion einer kollektiven Identit\u00e4t und einem manich\u00e4ischen Weltbild (Gut gegen B\u00f6se).<\/p>\n\n\n\n<p><em>Verschw\u00f6rungsmythen<br><\/em>Beide Ph\u00e4nomene zeichnen sich durch ihre &#8222;Anf\u00e4lligkeit&#8220; f\u00fcr Verschw\u00f6rungsfantasien und simple Narrative aus. &#8222;Den Juden&#8220; bzw. &#8222;den Amerikanern&#8220; wird die Macht zugesprochen, das Weltgeschehen bis ins Detail zu lenken. Verschw\u00f6rungstheorien, die nach diesem Muster funktionieren, werden seit dem 11. September 2001 und der Finanzkrise 2008 wieder popul\u00e4rer. In diesen Zusammenh\u00e4ngen wurde George W. Bush als Marionette der &#8222;US-Juden&#8220; bezeichnet, und f\u00fcr den Ausbruch der Finanzkrise wurde eine &#8222;j\u00fcdische Verschw\u00f6rung&#8220; verantwortlich gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Umwegkommunikation<br><\/em>Antiamerikanismus kann als Umwegkommunikation f\u00fcr antisemitische Ressentiments dienen, um tabuisierte antisemitische \u00c4u\u00dferungen zu umgehen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Projektionsverschiebung<br><\/em>Antiamerikanismus kann die psychologischen Funktionen von Antisemitismus \u00fcbernehmen, insbesondere bei der Kanalisierung von Unzufriedenheit. Diese psychologischen Funktionen basieren auf den Bed\u00fcrfnissen, eine komplexe Welt vereinfacht zu deuten, Selbstentlastung von dem B\u00f6sen in der Welt zu schaffen und \u00dcberlegenheit zu erzeugen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Literatur<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Beyer, Heiko\/Ulf Liebe: Antiamerikanismus und Antisemitismus. Zum Verh\u00e4ltnis zweier Ressentiments. In: Zeitschrift f\u00fcr Soziologie, Jg. 39, Juni 2010, S. 115\u2013132.<\/p>\n\n\n\n<p>Gienow-Hecht, Jessica: Europ\u00e4ischer Antiamerikanismus im 20. Jahrhundert. In: APuZ. Aus Politik und Zeitgeschichte, Januar 2008.<\/p>\n\n\n\n<p>Markovits, Andrei S.: Amerika, dich ha\u00dft sich\u2019s besser. Antiamerikanismus und Antisemitismus in Europa, Hamburg 2004.<\/p>\n\n\n\n<p>Markovits, Andrei S.: Europ\u00e4ischer Antiamerikanismus und Antisemitismus. Immer gegenw\u00e4rtig, obwohl immer verleugnet. In Hrsg.: Matthias Brosch (u.a.) Exklusive Solidarit\u00e4t: Linker Antisemitismus in Deutschland. Vom Idealismus bis zur Antiglobalisierungsbewegung, Berlin 2007, S. 239\u2013262.<\/p>\n\n\n\n<p>Schwaabe, Christian: Antiamerikanismus in der deutschen Linken. In Hrsg.: Matthias Brosch (u.a.) Exklusive Solidarit\u00e4t: Linker Antisemitismus in Deutschland. Vom Idealismus bis zur Antiglobalisierungsbewegung, Berlin 2007, S. 225\u2013238.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ziele:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>Die Teilnehmenden erkennen die Systematik und Funktionen von antiamerikanischen Zuschreibungen und ihre Kompetenzen in der Auseinandersetzung mit solchen Stereotypen und Zuschreibungen sind gest\u00e4rkt.<\/li><li>Die Teilnehmenden hinterfragen eigene antiamerikanische Vorurteile und Zuschreibungen.<\/li><li>(Optional) Die Teilnehmenden kennen Gemeinsamkeiten von antiamerikanischen und antisemitischen Zuschreibungen, Deutungen und Vorurteilen und erkennen die Austauschbarkeit von abgewerteten Gruppen bei der Aufwertung der eigenen Gruppe mittels gruppenbezogener Stigmatisierungen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Kurzablauf:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<table id=\"tablepress-1\" class=\"tablepress tablepress-id-1\">\n<thead>\n<tr class=\"row-1 odd\">\n\t<th class=\"column-1\">Ablauf<\/th><th class=\"column-2\">Methode<\/th><th class=\"column-3\">Material<\/th><th class=\"column-4\">Zeitumfang<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody class=\"row-hover\">\n<tr class=\"row-2 even\">\n\t<td class=\"column-1\">Sammeln\/Abfrage des Meinungsstands<\/td><td class=\"column-2\">Brainstorming<br \/>\nEntscheidungsspiel<\/td><td class=\"column-3\">\u2013 Beamer<br \/>\n\u2013 Vorbereitetes Bildmaterial  <\/td><td class=\"column-4\">10 Minuten<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-3 odd\">\n\t<td class=\"column-1\">Textarbeit\/Bildarbeit zu antiamerikanischen Statements<\/td><td class=\"column-2\">Gruppenpuzzle<\/td><td class=\"column-3\">\u2013 Vorbereitete Quellen<br \/>\n\u2013 Tafel\/Whiteboard<\/td><td class=\"column-4\">ca. 30 Minuten<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-4 even\">\n\t<td class=\"column-1\">Analyse und Dekonstruktion antiamerikanischer Bilder\/Narrative<\/td><td class=\"column-2\">Gruppendiskussion<\/td><td class=\"column-3\">\u2013 Vorbereitete Quellen<br \/>\n\u2013 Tafel\/Whiteboard<\/td><td class=\"column-4\">15 Minuten<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-5 odd\">\n\t<td class=\"column-1\">Abschluss<\/td><td class=\"column-2\">Gruppendiskussion<\/td><td class=\"column-3\"><\/td><td class=\"column-4\">5 Minuten<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-6 even\">\n\t<td class=\"column-1\">(Optional)<br \/>\nVergleich Antiamerikanismus und Antisemitismus<\/td><td class=\"column-2\">Gruppenarbeit<br \/>\nDiskussion<\/td><td class=\"column-3\">\u2013 Tafel\/Whiteboard<\/td><td class=\"column-4\">30 Minuten<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<!-- #tablepress-1 from cache -->\n\n\n\n<p><strong>Ablauf:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>1) Einstieg: Abfragen Meinung USA<\/p>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst sollten als Einstieg existierende Bilder und Sichtweisen von den bzw. auf die USA thematisiert werden. Dazu bieten sich verschiedene M\u00f6glichkeiten an. So k\u00f6nnen die Teilnehmenden allgemein gefragt werden, was sie von den USA halten oder f\u00fcr was die USA bei den Teilnehmenden symbolisch stehen. Dabei sollte aber unbedingt auf Freiwilligkeit geachtet werden und die \u00c4u\u00dferungen sollten zun\u00e4chst m\u00f6glichst nicht kommentiert oder gewertet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Alternativ bietet sich ein kleines <a href=\"https:\/\/hatikva.de\/schlussstrich\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/USA.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Entscheidungsspiel<\/a> an. Dazu werden Bilder mit typischen amerikanischen Dingen oder Personen an die Tafel\/Wand projiziert (als Beispiel zur freien Verwendung findet sich im Anhang eine vorgefertigte Datei). Diese sind jeweils nur kurz zu sehen und die Teilnehmenden sollen schnell entscheiden, ob sie etwas Positives oder Negatives mit dem Gesehenen verbinden. Daf\u00fcr bietet es sich an, die Teilnehmenden sich auf den linken oder rechten Schenkel klopfen zu lassen. Dies hat zwei Vorteile. Zum einen werden die Teilnehmenden sozusagen gezwungen, sich zu entscheiden (da sonst das Klopfen fehlt). Zum anderen sind so die Antworten nicht f\u00fcr alle &#8222;sichtbar&#8220;. Die Antworten sollen nicht im Detail abgefragt werden. Aber es kann direkt im Anschluss gefragt werden, ob jemand besonders oft negativ bzw. positiv geklopft hat, ob jemand Probleme hatte, sich zu entscheiden, und wie es den Teilnehmenden allgemein mit dieser Aufgabe ging.<\/p>\n\n\n\n<p>Hat es im Vorfeld zum Beispiel Diskussionen zu den USA oder deren Rolle in der Weltpolitik gegeben, bietet es sich an, als Einstieg darauf zur\u00fcckzugreifen (und dies eventuell mit den anderen Einstiegen zu verbinden).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><i class=\"far fa-clock\"><\/i> 10 Minuten<\/p>\n\n\n\n<p>2) a<\/p>\n\n\n\n<p>Die Teilnehmenden bearbeiten in Gruppenarbeit (zum Beispiel als &#8222;Gruppenpuzzle&#8220;) einen (aktuellen) Text oder eine Bildquelle, die antiamerikanische \u00c4u\u00dferungen, Stereotype oder Erkl\u00e4rungsmuster enthalten. Beispiele f\u00fcr solche Texte finden sich im Anhang. Zun\u00e4chst sollte der Text gemeinsam gelesen bzw. die Bildquelle beschrieben werden und es sollten erste Fragen gestellt werden: Was sind die ersten Eindr\u00fccke? Ist der Text\/das Bild problematisch? Gibt es Widerspruch oder Zuspruch? Was ist Thema\/Inhalt des Textes\/Bildes? Etc. Die Gruppen sollten unterschiedliche Schwerpunkte f\u00fcr die Bearbeitung erhalten. Wir empfehlen folgende Fragestellungen (Anpassungen k\u00f6nnen je nach Text\/Bild notwendig sein):<\/p>\n\n\n\n<ul><li>Welche Personen\/Gruppen\/Institutionen tauchen auf? Wie werden diese charakterisiert?<\/li><li>Was wird als typisch amerikanisch bezeichnet, was als typisch deutsch\/europ\u00e4isch?<\/li><li>Welche Personen\/Gruppen\/Institutionen handeln? Gibt es T\u00e4ter\/Opfer? Werden Missst\u00e4nde dargelegt und wer ist daf\u00fcr verantwortlich?<\/li><li>Welche Feindbilder tauchen im Text\/Bild auf?<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-background-color has-background\"><strong>Methode: Gruppenpuzzle<\/strong><br>Bei dieser Form des kooperativen Lernens werden Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in Gruppen eingeteilt, die sich alle einem Oberthema widmen. Innerhalb einer Gruppe bearbeitet jeder Sch\u00fcler ein anderes Teilgebiet dieses Oberthemas. Indem er seine Ergebnisse mit den anderen Gruppenmitgliedern teilt, ergibt sich das vollst\u00e4ndige &#8222;Puzzle&#8220;. Der eigentliche Arbeitsauftrag kann also nur von der Gruppe gemeinsam \u2013 durch das Zusammensetzen aller Teilbeitr\u00e4ge \u2013 erf\u00fcllt werden.<br>Es wird dabei das Ziel verfolgt, die als negativ wahrgenommene kompetitive Atmosph\u00e4re im Klassenzimmer durch ein kooperatives Klima zu ersetzen, in dem Ausgrenzungen von Sch\u00fclern aufgrund von Intelligenz, sozialer oder ethnischer Herkunft keinen N\u00e4hrboden finden w\u00fcrden.<br>N\u00e4here Informationen zum Beispiel unter: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/vielfalt-lernen.zum.de\/wiki\/Gruppenpuzzle#Methoden\" target=\"_blank\">http:\/\/vielfalt-lernen.zum.de\/wiki\/Gruppenpuzzle_(Methode)<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><i class=\"far fa-clock\"><\/i> 30 Minuten<\/p>\n\n\n\n<p>2) b<\/p>\n\n\n\n<p>Im n\u00e4chsten Schritt sollten Sie in gemeinsamer Diskussion im Sinne einer klassischen Quellenkritik thematisieren, wozu diese Bilder, Stereotype und Zuschreibungen im Text dienen, was der Autor davon hat bzw. worauf er eigentlich hinauswill. In welche Diskurse sind diese eingebettet, welche argumentativen Funktionen erf\u00fcllen sie?<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei sollten Sie die Zuschreibungen, Behauptungen und Stereotype bei Gelegenheit dekonstruieren. Als Hilfe dazu kann Ihnen die folgende Tabelle dienen.<\/p>\n\n\n\n<table id=\"tablepress-2\" class=\"tablepress tablepress-id-2\">\n<thead>\n<tr class=\"row-1 odd\">\n\t<th class=\"column-1\">Assoziationen\/Zuschreibungen\/Behauptungen<\/th><th class=\"column-2\">Metaebene\/universalisierendes Fragen<\/th><th class=\"column-3\">Transfer auf Alltagsbez\u00fcge<br \/>\nund pers\u00f6nliche Vorstellungen<\/th><th class=\"column-4\">Kontroverse Thesen<\/th><th class=\"column-5\">Was hat der Autor davon\/klassische Quellenkritik <br \/>\n\u2192 Einbettung in Diskurse und argumentative Funktion<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody class=\"row-hover\">\n<tr class=\"row-2 even\">\n\t<td class=\"column-1\">Beispiel: \"Die amerikanische Kultur ist oberfl\u00e4chlich.\"<\/td><td class=\"column-2\">Besch\u00e4ftigen sich nicht alle Menschen lieber mit einfachen Dingen und nicht st\u00e4ndig mit Hochkultur?<br \/>\nWann ist Kultur tiefgr\u00fcndig, wann oberfl\u00e4chlich?<\/td><td class=\"column-3\">Besch\u00e4ftigt ihr euch mit Hochkultur oder eher mit Popkultur? <br \/>\n<br \/>\nWie \"oberfl\u00e4chlich\" ist die Kultur, die ihr rezipiert\/schafft?<\/td><td class=\"column-4\">Die amerikanische Kultur ist so erfolgreich wie keine andere \u2192 also erf\u00fcllt sie viele Bed\u00fcrfnisse<br \/>\n<br \/>\n\"Die Amerikaner wollen ihr Publikum unterhalten und schaffen dabei Kunst. Die Deutschen wollen Kunst schaffen und langweilen damit ihr Publikum.\"<\/td><td class=\"column-5\">Aufwertung der \"eigenen\" Kultur durch Abwertung der amerikanischen Kultur <br \/>\n<br \/>\nVielleicht im Diskurs \u00fcber das schlechte Abschneiden von deutschen Filmen bei internationalen Preisen eingebettet <\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-3 odd\">\n\t<td class=\"column-1\">Beispiel: \"Die Menschen in den USA sind \u00fcberaus eigenn\u00fctzig, egoistisch und vor allem an materiellen Werten orientiert.\"<\/td><td class=\"column-2\">Sind nicht alle Menschen egoistisch und haupts\u00e4chlich an materiellen Dingen orientiert?<\/td><td class=\"column-3\">Wann wart ihr das letzte Mal egoistisch? Denkt ihr immer zuerst an andere, bevor ihr an euch denkt?<\/td><td class=\"column-4\">\"Die Amerikaner sind nicht egoistischer als die Europ\u00e4er, sondern nur erfolgreicher.\"<\/td><td class=\"column-5\"><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<!-- #tablepress-2 from cache -->\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><i class=\"far fa-clock\"><\/i> 15 Minuten<\/p>\n\n\n\n<p>3) Abschluss\/Sicherung<\/p>\n\n\n\n<p>Da es unwahrscheinlich ist, dass innerhalb einer Stunde s\u00e4mtliche antiamerikanischen Stereotype und Zuschreibungen dekonstruiert werden k\u00f6nnen (es ist daher auch sinnvoll, sich bei der Reihenfolge der Bearbeitung der Stereotype nach den Interessen der Teilnehmenden zu richten), empfiehlt sich als Abschluss eine provokante Frage bzw. eine Frage, die Sie den Teilnehmenden mit &#8222;nach Hause&#8220; mitgeben k\u00f6nnen und an die Sie eventuell sogar an anderer Stelle ankn\u00fcpfen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Beispiele: &#8222;Wenn \u201adie Amerikaner\u2018 \u201adie B\u00f6sen\u2018 sind, wer sind denn dann \u201adie Guten\u2018?&#8220; (Zielt auf die Konstruktion des fiktiven eigenen positiven &#8222;Wir&#8220; gegen\u00fcber einem fiktiven negativen &#8222;Die&#8220;); &#8222;K\u00f6nnte man diese Sachen auch anderen Nationen, Personen, Gruppen, L\u00e4ndern etc. zuschreiben?&#8220;; &#8222;Gibt es andere Gruppen etc., die \u00e4hnliche Zuschreibungen erfahren?&#8220;; &#8222;K\u00f6nnte man den Text auch so umformulieren, dass \u201adie Deutschen\u2018 oder \u201adie Europ\u00e4er\u2018 schlecht wegkommen?&#8220;; &#8222;Wie amerikanisch seid ihr denn nun selbst, wenn ihr euch die Zuschreibungen anschaut?&#8220;; &#8222;Wie s\u00e4hen denn im Sinne des Autors \u201agute Amerikaner\u2018 aus?&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><i class=\"far fa-clock\"><\/i> 5 Minuten<\/p>\n\n\n\n<p>4) Niveaustufensteigerung (f\u00fcr h\u00f6here Klassen\/weiterf\u00fchrende Stunde etc.)<\/p>\n\n\n\n<p>Ausgehend von den gesammelten Stereotypen und Zuschreibungen fragen Sie nun nach den Funktionen, die solche Zuschreibungen erf\u00fcllen (eine Hilfe dazu finden Sie unten).<\/p>\n\n\n\n<p>Fragen Sie au\u00dferdem, ob die Teilnehmenden Zuschreibungen an und Stereotype von anderen Gruppen kennen, wo diese Funktionen auf \u00e4hnliche Weise erf\u00fcllt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Letztes sollten Sie noch die Beliebigkeit der Gruppen f\u00fcr die Zuschreibungen thematisieren. (Zum Beispiel ist bei Auf- bzw. Abwertung die abzuwertende Gruppe eigentlich egal. Es geht immer um die Aufwertung der eigenen Gruppe.)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-background-color has-background\">Es sollte bei der Weiterfu\u0308hrung nicht unbedingt gezielt nach Stereotypen und Vorurteilen, die Juden betreffen, gefragt werden, auch wenn das Modul letztlich darauf hinzielt. Es ist besser, Beispiele aufzugreifen, die aus der Gruppe der Teilnehmenden kommen, um keine Vorurteile zu verbreiten, die vorher eventuell gar nicht bekannt waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Beispiel:<\/p>\n\n\n\n<table id=\"tablepress-3\" class=\"tablepress tablepress-id-3\">\n<thead>\n<tr class=\"row-1 odd\">\n\t<th class=\"column-1\">Antiamerikanisches Stereotyp\/Zuschreibung<\/th><th class=\"column-2\">Antisemitisches Stereotyp\/Zuschreibung<\/th><th class=\"column-3\">Funktion<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody class=\"row-hover\">\n<tr class=\"row-2 even\">\n\t<td class=\"column-1\">Amerikaner beginnen Kriege, wenn es fu\u0308r sie wirtschaftliche Vorteile bringt.<\/td><td class=\"column-2\">Juden sind geizig, gierig und u\u0308bervorteilen andere.<\/td><td class=\"column-3\">Identit\u00e4tsfunktion<br \/>\nEigene Gruppe = ehrlich, gu\u0308tig, wird ausgebeutet, leidet unter den M\u00e4chtigen Fremdgruppe = gnadenlos, gierig, m\u00e4chtig<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<!-- #tablepress-3 from cache -->\n\n\n\n<p>Hilfe f\u00fcr die Funktionen, die Antisemitismus und Antiamerikanismus erf\u00fcllen k\u00f6nnen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-background-color has-background\"><strong>Identit\u00e4tsfunktion &#8211; positive Selbst- und Eigengruppenwahrnehmung indem Andere (Gruppen) abgewertet werden &#8211; Differenzen werden konstruiert &#8211;&gt; Identit\u00e4tsbildung<\/strong><br><strong>&#8211; Innere Konflikte\/das schlechte Gef\u00fchl (kognitive Dissonanz), wenn eigene Situation nicht mit gesellschaftlichen Diskursen<br>\u00fcbereinstimmt<\/strong><br><strong>Sinnstiftungs- und Erkenntnisfunktion: &#8211; &#8222;Das Leid hat einen Sinn&#8220; d.h. Suche nach Schuldigen f\u00fcr eigene negative Erfahrungen<\/strong><br><strong>&#8211; Welterkl\u00e4rung; gut-b\u00f6se; eineindeutige L\u00f6sungen; &#8222;Ich kann die Weltgeschehnisse erkl\u00e4ren&#8220; d.h. Suche nach Eindeutigkeit und Kontrolle<\/strong><br><strong>Manipulations-\/Legitimationsfunktion: &#8211; Rechtfertigung von Taten<\/strong><br><strong>Eigene Ausgrenzungs- und Diskriminierungserfahrungen zu kompensieren<\/strong><\/p>\n\n\n\n<table id=\"tablepress-4\" class=\"tablepress tablepress-id-4\">\n<thead>\n<tr class=\"row-1 odd\">\n\t<th class=\"column-1\">Selbstbild<\/th><th class=\"column-2\">Fremdbild<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody class=\"row-hover\">\n<tr class=\"row-2 even\">\n\t<td class=\"column-1\">die Guten<\/td><td class=\"column-2\">die B\u00f6sen<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-3 odd\">\n\t<td class=\"column-1\">Mehrheit - \"99%\"<br \/>\n\"Wir hier unten\"<\/td><td class=\"column-2\">Minderheit - \"1%\"<br \/>\n\"Die da oben\" - Eliten<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-4 even\">\n\t<td class=\"column-1\">Wahrheit-Ehrlichkeit<br \/>\ntransparent\/\u00f6ffentlich<\/td><td class=\"column-2\">Lu\u0308ge-Unehrlichkeit<br \/>\ngeheim<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-5 odd\">\n\t<td class=\"column-1\">tu\u0308chtige aber arme<br \/>\nArbeiter<\/td><td class=\"column-2\">reiche und faule<br \/>\n\"Heuschrecken\"\/\"Bankster\"<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-6 even\">\n\t<td class=\"column-1\">Opfer, Manipulierte, Betrogene<\/td><td class=\"column-2\">T\u00e4ter, Manipulierende, Betru\u0308ger<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-7 odd\">\n\t<td class=\"column-1\">\u2026<\/td><td class=\"column-2\">\u2026<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<!-- #tablepress-4 from cache -->\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><i class=\"far fa-clock\"><\/i> 30 Minuten<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Anhang A: Beispielpr\u00e4sentation zum Entscheidungsspiel<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/hatikva.de\/schlussstrich\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/USA.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Hier klicken<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Anhang B: Text- und Bildquellen zum Antiamerikanismus<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Quellen sind teilweise sehr lang, aber im Sinne der Vollst\u00e4ndigkeit vollst\u00e4ndig angegeben. Als K\u00fcrzungsvorschlag sind die von unserer Seite als wichtiger betrachteten Stellen dickgedruckt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Song &#8222;Selbst gemacht&#8220; der Band &#8222;Die Bandbreite&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ihr wolltet damals \u00fcber Cuba ein Flugzeug sprengen,<br>und dann Fidel Castro diesen Coup anh\u00e4ngen.<br>Ich denke dann an den Golf von Tonkin in Vietnam,<br>damals habt ihr behauptet man griffe euch an,<br>ein anderes Unterfangen dat war ziemlich makaber,<br>eigne Leute geopfert im Massaker von Pearl Harbor,<br>ja die b\u00f6sen Japaner, die euch nur dabei halfen,<br>endlich mit in den zweiten Weltkrieg einzugreifen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sehr ergreifend auch, datt damals irakischen Soldaten<br>in Krankenh\u00e4usern Babys aus den Brutk\u00e4sten traten,<br>s war n Fake, ne F\u00e4lschung, ein PR-Gag von euch,<br>doch hat dat f\u00fcr den Eintritt in den Golfkrieg gereicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Und da macht ihr&#8217;s mir leicht, mit dem 11. September,<br>denn an eurem Verhalten hat sich gar nix ge\u00e4ndert.<br>Zwei weitere L\u00e4nder legt ihr gleichsam in Eisen,<br>f\u00fchrt nen Krieg im Irak mit gef\u00e4lschten Beweisen.<\/p>\n\n\n\n<p>[Refrain]<br>Habt ihr dat vielleicht selbst gemacht?<br>Den Terror selber in die Welt gebracht?<br>Ja, ihr hattet doch damals diesen Think Tank<br>isset drin, datt ihr da an dieses Ding denkt?<br>Habt ihr dat vielleicht selbst gemacht?<br>Habt ihr dabei an dat Geld gedacht?<br>Habt ihr daf\u00fcr die eigenen Leute get\u00f6tet,<br>weil ihr dat \u00d6l da dr\u00fcben so dringend ben\u00f6tigt?<\/p>\n\n\n\n<p>[&#8230;]<\/p>\n\n\n\n<p>Circa 2050 ist dat Erd\u00f6l verbraucht,<br>ihr seid ja vern\u00fcnftig und datt merkt ihr ja auch,<br>ja ihr steht aufm Schlauch, denn ihr braucht auch so viel,<br>also geht ihr und saugt aus dem Boden dat \u00d6l.<br>Ja, man kann ihn verstehen, euren drastischen Plan,<br>denn am kaspischen Meer liegt noch mehr von dem Kram.<br>Doch man kommt da nicht ran, bis zum Ozean,<br>is ein Land noch im Weg, ja Afghanistan,<br>da hausen Taliban, die ma Freunde waren,<br>doch weil sie b\u00f6se warn, leider nich heute man,<br>es m\u00fcssen Bomben fallen, ja man will ja gescheit sein<br>und legt den Grundstein f\u00fcr die Erd\u00f6l-Pipeline.<\/p>\n\n\n\n<p>Ihr bleibt extrem, muss man kurz mal erw\u00e4hnen,<br>und ihr nehmt euch dat \u00d6l noch von Saddam Hussein.<br>Doch sp\u00e4testens jetzt muss man sehen, datt Saddam,<br>zu dem Einsturz vom Trade doch am wenigsten kann.<br>Doch so fangt ihr ihn an den gerechten Krieg,<br>weil ihr euch so die Wahrheit zum Rechten biegt,<br>und ihr wiegt euch in Sicherheit \u2013 bis einer fragt<br>Habt ihr dat vielleicht selbst gemacht?<\/p>\n\n\n\n<p>[&#8230;]<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: www.musixmatch.com<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der amerikanische Albtraum: meine Hassliebe zu den USA; Klaus Kocks am 26. Oktober 2013<\/strong> (<a href=\"https:\/\/starke-meinungen.de\/blog\/2013\/10\/26\/der-amerikanische-albtraum-meine-hassliebe-zu-den-usa\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/starke-meinungen.de\/blog\/2013\/10\/26\/der-amerikanische-albtraum-meine-hassliebe-zu-den-usa\/<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>&#8222;Das mit Angies Handy ist nicht beil\u00e4ufig. Es ver\u00e4ndert unsere Weltsicht auf das transatlantische B\u00fcndnis. Das Obamasche Antlitz, das segensreiche, verzerrt sich in eine Fratze des Imperialismus. Mit wieviel Heilserwartung hatten wir dieser Kombination aus Martin Luther King und Michael Jackson entgegen gesehen? Das Wei\u00dfe Haus war wieder, wie einst unter JFK, Camelot, der Sitz der Ritter der Tafelrunde, die den Heiligen Gral h\u00fcten. Aus dem h\u00fcbschen schwarzen K\u00f6nig Artus ist der Kalte Krieger Big Brother geworden. Die Schutzmacht USA behandelt Europa wie Vasallenstaaten. Selbst Regierungsspitzen werden wie die Junta einer Bananenrepublik ausspioniert. Neuland, Frau Merkel, Neuland ist das f\u00fcr Sie und Ihren fabelhaften Herrn Pofalla? Bitter.&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich bin verst\u00f6rt, aber nicht \u00fcberrascht, weil ich dieses Amerika-Bild schon als Sch\u00fcler und junger Student hatte. Mit der Reife des Alters hatte ich es verloren. Jetzt steigen die APO-Ressentiments wieder in mir auf. &#8222;Amis raus aus Vietnam!&#8220; ruft eine vertraute Stimme in meinem Hinterkopf. &#8222;Ho- Ho- Ho Chi Minh!&#8220; Und eine andere b\u00f6se Stimme, sie klingt nach Joschka, intoniert: &#8222;USA, SA, SS!&#8220; Auch Dani, den Kinderg\u00e4rtner, h\u00f6re ich wieder skandieren: &#8222;Flic, faschiste, assassin!&#8220; Da sind sie wieder, die Schreckensbilder der Napalm \u00fcbergossenen Kinder, die um ihr Leben laufen, Todesangst in ihren Gesichtern. Kaugummi kauende GIs, die ihre Ray Ban-Brillen putzen. B52-Bomber rauschen durch die Nacht, um ein Land, wie es hei\u00dft, in die Steinzeit zur\u00fcck zu bomben. Schlie\u00dflich die Stimme der S\u00e4ngern Joan Baez, die davon erz\u00e4hlt, sie habe in der letzten Nacht Joe Hill gesehen, der rate: &#8222;Unite!&#8220; B\u00fcrgerrechtsbewegungen, Gewerkschaften, Stra\u00dfenk\u00e4mpfe gegen einen imperialistischen Staat sollten sich formieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Pulverdampf jener Tage ist verzogen. Kinderzeit, Jugendgl\u00fcck, nie kehrst Du zur\u00fcck. Die Revoluzzer von damals, die auf jene Zeit und ihre Uneinsichtigkeit stolz sind, sehen heute aus wie Opas, die eigentlich auf die Rentnerbank geh\u00f6ren. Man misstraue der hier notorischen Kombination von Altersstarrsinn und Sentimentalit\u00e4t. Das gute alte St\u00fcck wird wieder aufgef\u00fchrt: &#8222;Opa erz\u00e4hlt vom Krieg&#8220;; in dieser Generation nicht von Stalingrad (&#8222;Bei Adolf war nicht alles schlecht!&#8220;), sondern aus der Kochstra\u00dfe, wo man den Springer fast enteignet h\u00e4tte. Sie sitzen heute adip\u00f6s bei Tim Raue im Edelrestaurant, wo man Asiatisches f\u00fcr 200 \u20ac das Menu kriegt und auf die Redaktionsstuben der taz auf der anderen Stra\u00dfenseite blicken kann. Man findet das Blatt schlapp. Fr\u00fcher, ja, fr\u00fcher\u2026&#8220; Wer zweimal mit der Selben pennt, geh\u00f6rt schon zum Establishment.&#8220; Prostata, meine Herren, auf einen phimosen Abend!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Reden wir nicht postrevolution\u00e4r, sondern historisch. Das demokratische Europa ist, wie die aufgekl\u00e4rte Moderne \u00fcberhaupt, ein zivilisatorisches Wunderwerk, das dem Mittelmeerraum zu verdanken ist. Das hat keine abendl\u00e4ndische oder gar christliche Identit\u00e4t, wie die Reaktion\u00e4re immer behaupten, sondern eine mediterrane, an der die Weltreiche ex Theben, Karthago, Athen und Rom mitgewirkt haben. Das umschlie\u00dft das Judentum, den Islam wie das Christentum und erlaubt allemal den Atheismus. Das reicht von Vorderasien bis nach Schottland, von \u00c4gypten bis Russland. Noch heute erinnern wir uns an das erste universelle, weil exterritoriale Menschenrecht aus dem stolzen Satz: &#8222;Ich bin ein B\u00fcrger Roms!&#8220; Hier malen die Genies der Renaissance und denken die K\u00f6nigsberger Professoren, hier rattern die schottischen Dampfmaschinen und regieren die Parlamente nach Westminster Art. In den St\u00e4dten stehen B\u00fcrger auf gegen die Feudalm\u00e4chte und die Inquisition. B\u00fcrger sein, das hei\u00dft den Staat in seine Schranken verweisen. B\u00fcrgerliche Freiheit beginnt beim Recht auf Eigentum und vollendet sich in Privatsph\u00e4re, in der die M\u00e4chte der Welt, auch die Religionen, ihr Recht verloren haben.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Leider hat sich das Zentrum dieses &#8222;Westens&#8220; vom Mittelmeer in den Atlantik verschoben. Die Gr\u00fcndungsv\u00e4ter wie Thomas Jefferson und die anderen Verfasser der amerikanischen Verfassung kamen noch mit diesem mediterranen Geist in die Neue Welt. Aber wer kam noch? Fr\u00f6mmler, Verbrecher und Huren gr\u00fcnden als Einwanderer die Vereinigten Staaten von Amerika. Fragt mich der Immigration Officer: &#8222;Do you have a criminal record?&#8220; Antworte ich:;&#8220;Do I still need one?&#8220; Folge: eine Nacht in der Zelle. Es ist der protestantische Geist des alten Europa, der in Gottes eigenem Land (Selbstbeschreibung) deroutiert und zu einer neuen Bigotterie f\u00fchrt. Und die Z\u00fcgellosigkeit des Erfolgsstrebens der Puritaner, Geld als Gnade Gottes, viel Geld als Auserw\u00e4hlung. Was GM nutzt, kann dem Land nicht schaden. Darwin hat Unrecht und Guantanamo gibt es gar nicht. Die Genfer Konvention ist, na was? Ein mediterraner Schei\u00df.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wir werden den europ\u00e4ischen Geist gegen den amerikanischen Ungeist stellen m\u00fcssen. Die USA sind unser B\u00fcndnispartner; sie sind unsere Schutzmacht. Ich m\u00f6chte nicht von Putins Gnaden leben m\u00fcssen oder an der guten Laune von Maos Erben h\u00e4ngen oder Mullahs Gehorsam schulden. Meine Hassliebe zu den USA ist mir einiges wert. Aber das ist eine Vernunftehe, keine Liebesheirat, bis der NSA uns scheidet. Und jetzt ist Ehekrach bis die Schwarte kracht, Rosenkrieg.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>&#8222;Untergang des amerikanischen Imperiums&#8220; von Jakob Augstein; Montag, 05.11.2012 auf Spiegel-online<\/strong> (<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/us-wahl-wie-der-kapitalismus-das-land-zerstoert-a-865278.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/us-wahl-wie-der-kapitalismus-das-land-zerstoert-a-865278.html<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Romney als Kandidat der Reichen und Obama als Kandidat des Volks &#8211; die Deutschen neigen dazu, die US-Wahl als eine zwischen Gut und B\u00f6se zu sehen. Das ist ein Irrtum. Egal wer Pr\u00e4sident ist, in Amerika herrscht der totale Kapitalismus. Er hat die Macht, das Land zu zerst\u00f6ren.<br>Die amerikanische Armee entwickelt eine Waffe, mit der innerhalb einer Stunde jeder Punkt der Welt erreicht &#8211; und zerst\u00f6rt &#8211; werden kann. Gleichzeitig h\u00e4ngen in Brooklyn, Queens und New Jersey die Stromkabel an Holzpfeilern \u00fcber der Stra\u00dfe. Der Sturm hat sie fortgerissen, wie in vielen Orten an der Ostk\u00fcste, und Millionen Menschen sind ohne Strom. Das ist Amerika: Hightech f\u00fcr die Eliten. Entwicklungsland f\u00fcr den Rest. Kein Land hat mehr Nobelpreistr\u00e4ger hervorgebracht als die USA. Aber in New York mussten Krankenh\u00e4user evakuiert werden, weil die Notstromaggregate nicht ansprangen.<br>Wer das f\u00fcr einen Widerspruch h\u00e4lt, hat nicht begriffen, dass Amerika das Land des totalen Kapitalismus ist. F\u00fcr dessen Funktionieren sind \u00f6ffentliche Krankenh\u00e4user nicht notwendig und die Energieversorgung privater Haushalte auch nicht. Die Eliten verf\u00fcgen \u00fcber ihre eigene Infrastruktur. Der totale Kapitalismus hat die amerikanische Gesellschaft zerfallen lassen und die Regierung gel\u00e4hmt. Das Schicksal Amerikas ist kein Betriebsunfall des Systems. Es ist seine Konsequenz.<\/p>\n\n\n\n<p>Obama konnte daran nichts \u00e4ndern. Romney w\u00fcrde daran nichts \u00e4ndern. Europa irrt, wenn es die Wahl zwischen den beiden als eine Wahl zwischen Gut und B\u00f6se betrachtet. Und eine &#8222;Richtungswahl&#8220;, wie in manchen Zeitungen zu lesen, ist dies gewiss nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Pr\u00e4sident ohne Macht<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Romney, der schwerreiche Investmentbanker, und Obama, der kultivierte Menschenrechtsanwalt, sind zwei Gesichter eines politischen Systems, das mit Demokratie, so wie wir sie verstehen, nicht mehr viel zu tun hat. Zur Demokratie geh\u00f6rt die Wahl. Aber eine Wahl haben die Amerikaner gar nicht. Obama lieferte den Beweis. Als er vor fast vier Jahren sein Amt antrat, schien das wie ein amerikanischer Neuanfang. Aber das war ein Missverst\u00e4ndnis. Obama hat das Lager in Guantanamo nicht geschlossen, er hat die Immunit\u00e4t der mutma\u00dflichen Kriegsverbrecher aus der Bush-Administration nicht aufgehoben, er hat die Finanzm\u00e4rkte nicht reguliert, und vom Klima war im Wahlkampf kaum mehr die Rede. Das Milit\u00e4r, der Apparat, die Banken, die Industrie &#8211; gegen ihre Macht ist alle Macht des Volkes nichts, und gegen sie ist auch der Pr\u00e4sident ohnm\u00e4chtig.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Vermutlich ist es so, dass Obama mehr wollte aber nicht mehr konnte. Doch welche Rolle spielt das?<\/p>\n\n\n\n<p>Wir wollen glauben, dass Obama an den Rechten im eigenen Land gescheitert ist. Und tats\u00e4chlich: die Fanatiker, von denen Mitt Romney sich abh\u00e4ngig gemacht hat, haben alles \u00fcber Bord geworfen, was den Westen ausgezeichnet hat: Wissenschaft und Logik, Vernunft und M\u00e4\u00dfigung oder einfach Anstand. Sie hassen die Schwulen, die Schwachen und den Staat, sie unterdr\u00fccken die Frauen und verfolgen die Einwanderer, und ihr Abtreibungsmoralismus macht auch vor den Opfern von Vergewaltigung nicht halt. Sie sind die Taliban des Westens.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Europa ist es egal, wer die Wahl gewinnt<\/p>\n\n\n\n<p>Aber sie sind das Symptom des amerikanischen Scheiterns. Nicht seine Ursache. In Wahrheit haben in den USA weder die Idealisten der Demokraten noch die n\u00fctzlichen Idioten der Tea Party Macht \u00fcber die Verh\u00e4ltnisse.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus europ\u00e4ischer Sicht ist es gleichg\u00fcltig, wer diese Wahl gewinnt. F\u00fcr uns z\u00e4hlt die amerikanische Au\u00dfenpolitik. Und da ist Obama keine Taube und Romney kein Falke. Der amtierende Pr\u00e4sident f\u00fchrt seine Kriege zwar lieber mit Drohnen als mit Truppen. Aber den Opfern d\u00fcrfte es egal sein, ob sie von Menschen oder Maschinen get\u00f6tet werden. Der Herausforderer seinerseits wird trotz allen Geredes nicht an der Seite Israels in einen Krieg gegen Iran ziehen, den sich die USA nun wirklich nicht mehr leisten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ohnehin ist es falsch, die Republikaner als Partei des Krieges zu bezeichnen und die Demokraten als Partei des Friedens &#8211; oder gar als linke Partei. Es waren die Demokraten Harry S. Truman, John F. Kennedy und Lyndon Johnson, die in Korea und Indochina Kriege begonnen haben. Und es waren die Republikaner Dwight D. Eisenhower und Richard Nixon, die diese Kriege beendeten. Und Ronald Reagan, der aus der Sicht europ\u00e4ischer Linker gleichzeitig f\u00fcr das B\u00f6se und das L\u00e4cherliche der amerikanischen Politik steht, war nach den Ma\u00dfst\u00e4ben, an die wir uns inzwischen gew\u00f6hnt haben, ein friedlicher Mann. Er hat nur Grenada erobert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Wahrheit ist, dass wir Amerika nicht mehr verstehen. Wenn wir von Deutschland aus dorthin blicken, von Europa aus, sehen wir eine fremde Kultur. Das politische System ist in der Hand des Kapitals und seiner Lobbyisten. Die Checks and Balances haben versagt. Und eine perverse Mischung aus Verantwortungslosigkeit, Profitgier und religi\u00f6sem Eiferertum beherrscht die \u00f6ffentliche Meinung.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Untergang des amerikanischen Imperiums hat begonnen. Es kann sein, dass ihn die Amerikaner trotz aller M\u00fche nicht aufhalten k\u00f6nnen. Aber sie versuchen es nicht einmal.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>&#8222;Feigheit vor dem Volk&#8220;; Spiegel 32\/2009: Essay von Richard David Precht am 03.08.2009<\/strong> (<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-66284736.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-66284736.html<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;[\u2026] Keine deutsch-amerikanische Freundschaft rechtfertigt dauerhaft einen milit\u00e4risch perspektivlosen Einsatz [in Afganistan]. Und nur die mangelnde Courage der Bundesregierung gegen\u00fcber den USA erkl\u00e4rt das Fortwursteln. Mag sein, dass die Bundeswehr am Hindukusch einigen Menschen das Leben gerettet, ein paar Stra\u00dfen friedlich gemacht und ein paar Frauen und Schulkindern das Leben erleichtert hat &#8211; aber all diese feinen Dinge k\u00f6nnte man mit gleichem Recht auch in Somalia tun [\u2026]. Einsatzorte f\u00fcr gute Taten gibt es \u00fcberall. Aber nicht die USA g\u00e4ben dabei die Marschroute vor, sondern Amnesty International. [\u2026] Deutschland verteidigt am Hindukusch nicht seine Sicherheit, sondern es verst\u00f6\u00dft gegen das V\u00f6lkerrecht. Geboten w\u00e4re ein Aufstand der Intellektuellen dieses Landes gegen den Dammbruch. Geboten w\u00e4re ein Appell, gest\u00fctzt durch die Mehrheit der Bev\u00f6lkerung. [\u2026]&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Welt ist n\u00e4her zusammenger\u00fcckt in den letzten Jahrzehnten, ohne Zweifel. Aber die Grenzen der Kulturen sind noch immer die Grenzen auch des milit\u00e4rischen Humanismus. Wer sie zu schnell \u00fcberschreitet, macht aus willkommener Aufkl\u00e4rung kontraproduktiven Kolonialismus. Es mag nicht leicht sein, sich dies einzugestehen. Kant kommt nicht bis Kunduz, jedenfalls nicht durch Waffen und Soldaten. <strong>Den dauerhaften ideologischen Sieg \u00fcber Nazi-Deutschland erzielten die westlichen Besatzungsm\u00e4chte ja auch nicht durch ihre Panzer, sondern durch die Einf\u00fchrung von Nylonstr\u00fcmpfen, Jazzmusik, Kaugummi, Jeans, Hollywood und Coca-Cola. Die Voraussetzungen daf\u00fcr waren g\u00fcnstig, schlie\u00dflich geh\u00f6rte man weitgehend zur gleichen Kultur.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mehr als Drei Viertel der Welt hat man inzwischen erfolgreich mit dieser Kultur unterwandert. Aber erst wenn die Soldaten verschwinden, wird der American Way of Life, die erfolgreichste Massenvernichtungswaffe des 20. Jahrhunderts, auch in den Hochburgen der Fundamentalisten erfolgreich z\u00fcnden. Fr\u00fcher oder sp\u00e4ter, so viel Vertrauen in deren Sprengkraft muss sein, erwischt es wohl auch die Afghanen und die Iraner sowieso. Aufkl\u00e4rung geschieht durch Kultur, nicht durch Tornados. Und Demokratie schie\u00dft man nicht in die Herzen von Menschen, die davon nichts wissen. Die Internationale in Afghanistan erk\u00e4mpft kein Menschenrecht. [\u2026]\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>&#8222;Das Bild von Europa zwischen den Zeilen&#8220;; Frankfurter Rundschau von Wim Wenders am 13.06.2007<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Wim Wenders (Filmemacher) hielt diese Rede im Rahmen der Veranstaltungsreihe &#8222;Europa-Diskurse&#8220; der zivilgesellschaftlichen Initiative &#8222;Europa eine Seele geben&#8220;. Unter dem Titel &#8222;Das Bild von Europa zwischen den Zeilen&#8220; ist sie in leicht gek\u00fcrzter Form in der Frankfurter Rundschau erschienen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;[\u2026] Es geht in der globalisierten Welt eine geringere Gefahr von der Europ\u00e4isierung aus als zum Beispiel von einer Amerikanisierung. In Amerika ist das Individuum vor Allem die kleinste m\u00f6gliche Wirtschaftseinheit hier in Europa ist das Individuum die kleinste Kultureinheit, mit seiner Sprache, seiner Region, seinen Bildern, seiner Musik, seinen Mythen und Geschichten, seiner Ideologie, seinem Land kurz seiner Diversit\u00e4t, seiner Andersheit, seiner Eigenheit. Es gibt kein sozialeres Gef\u00fcge irgendwo sonst auf der Welt, keine friedlichere Gemeinschaft von V\u00f6lkern, keine demokratischere Tradition. [\u2026]&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gewerkschaftszeitung: metall; Mai 2005 von Werner R\u00fcgemer, Illustration Silvan Wegmann<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" width=\"224\" height=\"300\" src=\"https:\/\/hatikva.de\/schlussstrich\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/gewerkschaftszeitung-224x300.jpg\" alt=\"Gewerkschaftszeitung metall\" class=\"wp-image-279\" srcset=\"https:\/\/hatikva.de\/schlussstrich\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/gewerkschaftszeitung-224x300.jpg 224w, https:\/\/hatikva.de\/schlussstrich\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/gewerkschaftszeitung.jpg 444w\" sizes=\"(max-width: 224px) 100vw, 224px\" \/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Antiamerikanismus ist das einzige Vorurteil in Deutschland, das mit sozialem Status und h\u00f6herer Bildung noch zunimmt.&#8220; Andrei S. Markovits Fachliche Einf\u00fchrung Antiamerikanische Vorurteile, Stereotype und Zuschreibungen haben wenig bis nichts mit dem zu tun, wie Amerikaner oder die USA tats\u00e4chlich sind oder was sie tun. 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