Sonntag 08.02.2026, 14.00 Uhr
Treff: vor dem Glockenpavillion am Dresdner Zwinger
Mahngang „Täter*innenspuren”
Der Mahngang „Täter*innenspuren” 2026 steht unter dem Titel
„Dresden, die unmenschliche Stadt“ und setzt sich damit
bewusst mit dem Mythos der „unschuldigen“ Stadt auseinander.
Im Jahr der jüdischen Kultur rückt dieser Mahngang Werte wie
Humanismus und Solidarität in den Mittelpunkt und richtet den
Blick auf Täter*innen und Institutionen, die an Verfolgung,
Ausgrenzung und Mord beteiligt waren. Der Rundgang beginnt
um 14:00 Uhr am Glockenspiel-Pavillon des Dresdner Zwingers.
Von dort thematisieren Stationen die Rolle kirchlicher Akteure,
der Polizei als Instrument nationalsozialistischer Verfolgung,
die rassenpolitische Praxis des Stadtgesundheitsamtes sowie
weibliche Täter*innenschaft im Kontext pseudowissenschaft-
licher „Rassenforschung“. Der Mahngang endet am Zoo Dresden
mit der Frage nach dem Umgang mit der eigenen Geschichte der
Völkerschauen.
Der Mahngang versteht sich als Beitrag zu einer solidarischen Erinnerungskultur, die
Täter*innen-Handeln sichtbar macht und zugleich jene Werte betont, denen es
entgegenstand.
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Sonnabend und Sonntag
14.02.2026, 17.45—20.30 Uhr
15.02.2026, 10.30—15.15 Uhr
Widen the Circle Winterforum
“Zielscheibe Erinnerung: Rechte Angriffe und rechter
Geschichtsrevisionismus”
Angriffe auf Gedenkorte und Erinnerungskultur nehmen in Deutschland deutlich zu.
Die Zahl rechtsextremer Vorfälle steigt, Gedenkorte werden beschädigt und
Engagierte bedroht. Zugleich gewinnen geschichtsrevisionistische und antisemitische
Narrative in sozialen Medien, im öffentlichen Diskurs und in Parlamenten an Einfluss.
Das Winterforum 2026 widmet sich daher der Frage, wie Erinnerungskultur geschützt
und gestärkt werden kann. Gemeinsam mit Expert*innen und Netzwerkmitgliedern
diskutieren wir Strategien, um rechtsextremen Angriffen und
Geschichtsrevisionismus entschieden entgegenzutreten.