Online- Veranstaltung Mittwoch 23.06.2021, 18.00 Uhr „ein sehr schwerer, in gewisser Richtung sogar unersetzlicher [...] Verlust“. Die Entlassung jüdischer Mitarbeiter*innen aus den Staatlichen Sammlungen für Kunst und Wissenschaft in Dresden 1933 Nur wenige Monate nachdem der NS-Staat 1933 das „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ erlassen hatte, das die Entlassung jüdischer Beamter und Staatsangestellter forderte, wirkte sich dieses auch auf die Personalpolitik der Staatlichen Sammlungen für Kunst und Wissenschaft in Dresden aus: Die wenigen jüdischen Mitarbeiter*innen, wie der Kustos für Entomologie am Museum für Tierkunde, Fritz van Emden, und die beiden Mitarbeiterinnen des mittleren Dienstes an der Sächsischen Landesbibliothek, Anna Löwenthal und Lucie Walter, wurden entlassen. Emden emigrierte 1936 nach London, Löwenthal 1938 nach New York, Walter wanderte nach Palästina aus. Der Vortrag würdigt diese ehemaligen Mitarbeiter*innen und stellt ihre Biografien vor. Diese wurden erst kürzlich im Rahmen des DFG-Projekts „Zwischen Kunst, Wissenschaft und Politik – Museen im Nationalsozialismus. Die Staatlichen Sammlungen für Kunst und Wissenschaft in Dresden und ihre wissenschaftlichen Mitarbeiter“ der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden erforscht. Vortrag von Dr. Karin Müller-Kelwing, Autorin des Buches „Zwischen Kunst, Wissenschaft und Politik – Museen im Nationalsozialismus. Die Staatlichen Sammlungen für Kunst und Wissenschaft in Dresden und ihre wissenschaftlichen Mitarbeiter“ Mit einem Kommentar von Daniel Ristau, Historiker Link zur Veranstaltung: https://zoom.us/j/95413479270?pwd=bmJDUXgxNlBCRlplV0wyRDNuaUkvZz09 _______________________________________________________________________ ACHTUNG! Auf Grund der gegenwärtigen Lage sehen wir uns gezwungen, alle Bildungs- veranstaltungen in der Synagoge bis auf Weiteres abzusagen. Ein Besuch der Jüdischen Friedhöfe ist möglich (nur mit Voranmeldung). https://hatikva.de/anmeldungshinweise.htm Neue Festlegungen werden wir rechtzeitig hier veröffentlichen. Digitale Angebote zum Thema „Judentum“ finden Sie hier: https://hatikva.de/bildungsmaterialien.htm Andere Angebote sind z.T. bei Frau Liehm (liehm@hatikva.de) buchbar. ______________________________________________________________________ + Erste Hilfe bei „Fabian“ www.gegenrede.info/news/2008/lesen.php?datei=081113_01 www.gegenrede.info/news/2021/lesen.php?datei=210301_05 Angebot für Pädagog:innen: Die Fortbildung beleuchtet antisemitische Logiken in historischen und aktuellen Erscheinungsformen des Antikapitalismus. Wir gehen der Frage nach, wo sich dieser auf die bloße Ablehnung von vermeintlichen oder echten Eliten beschränkt. Auch beschäftigen wir uns mit dem Problem, wie Kapitalismuskritik nicht-antisemitisch geübt werden kann und setzen uns mit Verhaltensstrategien gegen antisemitischen Antikapitalismus in der pädagogischen Praxis auseinander. Vorgespräch obligatorisch, Anpassung des Angebots an Ihre Fragen _______________________________________________________________________