Ver
Aula des Bertolt-Brecht- Gymnasiums, Lortzingstr. 1
Donnerstag 17.01.2019, 19.00 Uhr HATiKVA e.V., Pulsnitzer Straße 10 Eintritt: 6,00 €, ermäßigt: 4,00 € Zerstört, vernachlässigt und vergessen – zum Schicksal jüdischen Kulturerbes auf der Balkanhalbinsel Während die wissenschaftliche und gesell- schaftliche Aufarbeitung der Shoa im west- lichen Europa an Tiefe und Qualität gewonnen hat und die Schilderung individueller Schicksale verstärkt an die Seite der Beschreibung größerer Zusammenhänge tritt, sind die Verbrechen an den Juden der Balkanhalbinsel noch kaum bekannt. Über die Texte einiger weniger Autoren wie etwa Ivo und Slavko Goldstein, Harriet Pass Freidenreich, Zdenko Levental, Vidosava Nedomački, Eli Tauber und jüngst Alexander Korb hinaus, fehlt es vor allem an Beschreibungen individueller Schicksale. In besonderem Maße betrifft die bisher bestehende Geschichtsvergessenheit das jüdische Kulturerbe der Balkanhalbinsel. Bis in die unmittelbare Gegenwart existiert etwa keine erschöpfende Liste ehemaliger und noch bestehender Synagogen, liegen die Umstände ihrer Beschädigung und Zerstörung im Dunkel. Von einer angemessenen Aufarbeitung des Raubmordes an der jüdischen Bevölkerung kann bis heute keine Rede sein. So fehlt jede Grundlage für den Versuch, die Würde der Opfer der Verbrechen und ihrer Angehörigen im Mindesten annähernd wieder herzustellen sowie letztlich auch für die Rückgabe von jüdischem Besitz an die rechtmäßigen Eigner. In seinem Vortrag zeichnet Tobias Strahl die Geschichte der Juden im ehemaligen Jugoslawien nach. Dabei rekonstruiert er die Quellenlage und erörtert die Grundfragen in der Aufarbeitung des Schicksals der Juden dort. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei dem jüdischen kulturellen Erbe. ________________________________________________________________________ Freitag 18.01.2019, 20.00 Uhr KulturKirche Weinberg Dresden Trachenberge,Albert-Hensel-Straße 3 „Das Auge von Dresden“ Der Kameramann und Dokumentarist Ernst Hirsch stellt sein Buch und den dazugehöhrigen Film vor. Eine Veranstaltung der KulturKirche Weinberg. ________________________________________________________________________ Montag 28.01.2019, ab 12.00 Uhr Gedenktafel an der Kreuzkirche Namenslesung 2019 Zum Gedenktag für die Opfer des National- sozialismus, am 27. Januar, findet vor der Gedenktafel an der Kreuzkirche am Dresdner Altmarkt wieder die traditionelle Namenslesung der in der Zeit des Nationalsozialismus ermordeten, Dresdner Jüdinnen und Juden und Sinti und Roma statt. Es lesen Dresdner SchülerInnen und BürgerInnen, darunter auch Vertreter der Stadt und PolitikerInnen. Ein Vertreter der Jüdischen Gemeinde spricht um 13.30 Uhr und zum Abschluss das Kaddisch. Die 1.953 Namen der ermordeten oder ver- schollenen Dresdner Jüdinnen und Juden sind dem im Jahr 2006 erschienenen „Buch der Erinnerung“ entnommen. Das Buch liegt während der Lesung im Kirchencafé aus, dort kann man noch mehr über ihr Leben und Schicksal nachlesen, miteinander ins Gespräch kommen und sich bei Kaffee und Tee aufwärmen. Die Lesungen begannen in Dresden 1999 während der Forschungsarbeiten zum Buch. Veranstalter sind die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden e. V., der Ev.-Luth. Kirchenbezirk Dresden-Mitte, die Kreuzkirchgemeinde und das Ökumenische Informationszentrum e.V., mit freundlicher Unterstützung durch die Landeshauptstadt Dresden ________________________________________________________________________ Dienstag 29.01.2019, 17.00 Uhr Sächsischer Landtag, Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Vernissage der Ausstellung BRUCH|STÜCKE Die Novemberpogrome in Sachsen 1938 Im Herbst 2018 jährten sich die nationalsozialistischen Novemberpogrome zum achtzigsten Mal. Synagogen und Gebetshäuser wurden geplündert, zerstört und in Brand gesetzt. Menschen sind auf offener Straße gedemütigt, geschlagen und ermordet worden. All dies nur, weil sie Juden waren. Die Ausstellung BRUCH | STÜCKE zeichnet anhand von Texten, Bildern, Zeitzeugen- berichten und Objekten die sächsischen Novemberpogrome nach und fragt nach ihrer Bedeutung für die Gegenwart. Sie stellt die Menschen in den Mittelpunkt, die Verfolgte, Täter oder Zuschauer waren. Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zeigt die Ausstellung im Sächsischen Landtag bis zum 31. März 2019. ________________________________________________________________________