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Aula des Bertolt-Brecht- Gymnasiums, Lortzingstr. 1
Freitag 26.01.2018, 19.00 Uhr KulturKirche Weinberg, Albert-Hensel-Straße 3 Nachbarschaft in dunkler Zeit. Judenverfolgung und Shoah im Dresdner Norden (1933–1945) Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurde in Dresden Antisemitismus zum Teil der staatlichen und städtischen Politik. Betroffen waren davon rund 5.000 Mitglieder der Dresdner Israelitischen Gemeinde sowie zahlreiche hier lebende jüdischstämmige Menschen. Als „Juden“ zunehmend entrechtet und verfolgt, wurden sie, sofern ihnen nicht die Emigration gelang, in vielen Fällen Opfer der Shoah. Die Ausstellung „Nachbarschaft in dunkler Zeit“ zeichnet für den Dresdner Norden exemplarisch das Ende des bislang bestehenden Miteinanders von „Juden“ und „Nichtjuden“ nach. Das bis zu den Novemberpogromen 1938 von einem jüdischen Inhaber geführte Unternehmen Rheostat, das Judenlager Hellerberg, das jüdische Zwangsarbeiter beschäftigenden Goehle-Werk oder der Neustädter Bahnhof als Drehscheibe der Deportationen in die Vernichtungslager zeigen außerdem, dass Judenverfolgung und Schoa vielfach in direkter Nachbarschaft der Dresdner stattfanden. Bild- und Filmmaterial, die Erinnerungen von Zeitzeugen und einzelne Objekte führen diesen Ausschnitt der Stadtgeschichte vor Augen. Sie regen zur Auseinandersetzung mit dem Zusammenleben von Menschen und Nachbarn in Vergangenheit wie Gegenwart an. https://kulturkirche.laurentius-dresden.de/ ________________________________________________________________________ Montag 29.01.2018, ab 12.00 Uhr Gedenktafel an der Kreuzkirche Namenslesung 2018 Zum Gedenktag für die Opfer des National- sozialismus, am 27. Januar, findet vor der Gedenktafel an der Kreuzkirche am Dresdner Altmarkt wieder die traditionelle Namenslesung der in der Zeit des Nationalsozialismus ermordeten, Dresdner Jüdinnen und Juden und Sinti und Roma statt. Es lesen Dresdner SchülerInnen und BürgerInnen, darunter auch Vertreter der Stadt und PolitikerInnen. Ein Vertreter der Jüdischen Gemeinde spricht um 13.30 Uhr und zum Abschluss das Kaddisch. Die 1.953 Namen der ermordeten oder ver- schollenen Dresdner Jüdinnen und Juden sind dem im Jahr 2006 erschienenen „Buch der Erinnerung“ entnommen. Das Buch liegt während der Lesung im Kirchencafé aus, dort kann man noch mehr über ihr Leben und Schicksal nachlesen, miteinander ins Gespräch kommen und sich bei Kaffee und Tee aufwärmen. Die Lesungen begannen in Dresden 1999 während der Forschungsarbeiten zum Buch. Veranstalter sind die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden e. V., der Ev.-Luth. Kirchenbezirk Dresden-Mitte, die Kreuzkirchgemeinde und das Ökumenische Informationszentrum e.V., mit freundlicher Unterstützung durch die Landeshauptstadt Dresden ________________________________________________________________________