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Aula des Bertolt-Brecht- Gymnasiums, Lortzingstr. 1
Sonntag 14.04.2019, 14.00 Uhr Alter Jüdischer Friedhof, Pulsnitzer Straße 12 Eintritt: 6,00 €, ermäßigt: 4,00 € Der Alte Jüdische Friedhof - Geschichte und Besonderheiten Einem Kriminalstück gleicht die Geschichte des Alten Jüdischen Friedhofes in Dresden. Es ist der älteste erhaltene jüdische Friedhof in Sachsen. Unter einem dichten Baumdach versteckt er sich mit seinen alten Steinen und Geschichten in der Äußeren Neustadt. Zahlreiche zu Unrecht vergessene Persönlichkeiten fanden hier ihre letzte Ruhestätte. Gehen Sie mit uns auf eine spannende Spurensuche. Männliche Teilnehmer bitte mit Kopfbedeckung. ________________________________________________________________________ Donnerstag 18.04.2014, 14.30 Uhr AWO Prohlis, Prohliser Allee 31 Wilde Gesellinnen- Frauen im sächsischen Fels Im Zusammenhang mit dem Film "Wilde Gesellinnen" von Bettina Wobst zeigt Joachim Schindler ausgewählte Fotos, Informationen und Forschungsergebnisse zum Thema „Frauenbergsteigen in Sachsen“ in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. So wie sich die Bergsteigergeschichtsschreibung entwickelte, so entwickelten sich auch die Berichte über das Frauenbergsteigen. Voranmeldung erforderlich unter Tel. 0351/8020489 oder unter info@hatikva.de ________________________________________________________________________ Donnerstag 25.04.2019, 19.00 Uhr HATiKVA e.V., Pulsnitzer Straße 10 Eintritt: 6,00 €, ermäßigt: 4,00 € Sind Juden weiß? Wie das Recht mit Antisemistismus und Rassismus umgeht. Vortrag mit Diskussion Recht kann ein wirksames Mittel gegen Diskriminierung und Gewalt sein. Zugleich ist es ein Spiegel unserer Gesellschaft. In dieser werden Rassismus und Antisemitismus schwerer erkannt, wenn sie nicht im Jargon nationalsozialistischer Rassetheorien daherkommen. Deutsche Gerichte gehen mittlerweile konsequent gegen Holocaustverleugnung und offen judenfeindliche Gewalt vor. Rechtsschutz gegen Formen modernen Antisemitismus ist schwieriger zu bekommen. Das Landgericht Regensburg verbat jüngst einer Referentin der Amadeu-Antonio-Stiftung, den Sänger Xavier Naidoo als Antisemiten zu bezeichnen. Auch das Landgericht Frankfurt/Main konnte im Flugverbot bei Kuwait Airways für israelische Staatsbürger keine Diskriminierung erkennen. Ähnlich verhält es sich mit Rassismus. So tun sich deutsche Gerichte weiter schwer, rassistische Vorurteile zu verurteilen, wenn sie nicht von Neonazis geäußert werden, sondern zum Beispiel als „Racial Profiling“ in polizeiliche Kontroll- und Ermittlungsarbeit einfließen. Die Externalisierung von Rassismus und Antisemitismus in die Vergangenheit und an „extreme“ Ränder der Gesellschaft ist kein ausschließlich deutsches Phänomen. Das zeigt ein Blick in die USA. Dort wird Rassismus zumeist als Erbe der Sklaverei und als Diskriminierung von Afroamerikaner*innen verstanden, während Juden als „weiß“ gelten und antisemitische Diskriminierung deshalb rechtlich schwer einzuordnen ist. Doris Liebscher diskutiert anhand konkreter Fälle aus der deutschen und US- amerikanischen Rechtsgeschichte und Gegenwart, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Rassismus und Antisemitismus. Sie fragt außerdem: Wie muss Recht aussehen, dass effektiv vor antisemitischer und vor rassistischer Diskriminierung und Gewalt schützt, ohne Unterschiede zu verwischen? Doris Liebscher, LL.M.EuR ist Juristin mit den Schwerpunkten Antidiskriminierungsrecht und Recht gegen Rassismus. Sie arbeitet an der Humboldt Law Clinic Grund- und Menschenrechte an der Humboldt Universität Berlin und ist Vorständin des Antidiskriminierungsbüro Sachsen. Sie Mitherausgeberin des Buches, Den NSU-Komplex analysieren, transcript 2017 (mit Jule Karakayali, Cagre Kahveci und Carl Melchers). ________________________________________________________________________