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Aula des Bertolt-Brecht- Gymnasiums, Lortzingstr. 1
Donnerstag 06.06.2019, 19.00 Uhr Gemeindezentrum der Jüdischen Gemeinde zu Dresden, Hasenberg 1 Stadtplan – Eine Reise durch das jüdische Dresden Buchpremiere 2006 veröffentlichte HATiKVA e.V. den Stadtplan zum jüdischen Leben in Dresden. Vom Mittelalter bis zur Gegenwart sind Plätze, Straßen und Gebäude in Dresden mit der Geschichte der jüdischen Gemeinde verbunden. Viele dieser Orte sind nicht in ihrer ursprünglichen Form erhalten. Der Stadtplan möchte Interessierten helfen, diese Orte zu entdecken und die Vielfalt jüdischen Lebens kennenzulernen. Yonatan Zwecher hat den Stadtplan freund- licherweise ins Hebräische übersetzt. _________________________________________________________________________ Donnerstag 13.06.2019, 19.00 Uhr HATiKVA eV., Pulsnitzer Straße 10 Eintritt: 6,00 €, ermäßigt: 4,00 € Der Hass der Arbeitsgesellschaft Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Antisemitismus und Antiromaismus Antisemitismus und Antiromaismus, der Rassismus gegenüber Roma und Sinti, scheinen auf den ersten Blick zwei völlig unterschiedliche Ideologien zu sein. Der offene Hass gegenüber beiden Minderheiten führte in der Vergangenheit zu gewalt- tätigen Angriffen, Pogromen und der Ver- folgung und Vernichtung in den Konzentrationslagern des National- sozialismus. Trotz all der Unterschiedlichkeit sind Antisemitismus und Antiromaismus mit dem Kapitalismus und seinem Arbeitsbegriff verbunden. ‚Juden‘ werden mit der abstrakten Seite des Kapitalismus, Macht und Weltverschwörung assoziiert. Antiromaistische Ressentiments hingegen identifizieren in den Roma und Sinti hauptsächlich Menschen, die durch „Betteln“ oder „Stehlen“ ihr Leben bestreiten und keiner „ehrlichen Arbeit“ nachgängen. Auch in den gegenwärtigen Diskursen über migrierende Rom*nja spielt die Vorstellung vom „Bettler“ eine große Rolle. Kennen Sie Bilder von jüdischen Arbeiterikonen? Oder eins von einem Anwalt der Sinto ist? _________________________________________________________________________ Sonntag 16.06.2019, 14.00 Uhr, 15.00 Uhr, 16.00 Uhr, 17.00 Uhr Ort: Alter Jüdischer Friedhof, Pulsnitzer Straße 12 Eintritt: 6,00 €, ermäßigt: 4,00 € Der älteste erhaltene jüdische Friedhof in Sachsen - Geschichte und Besonderheiten Einem Kriminalstück gleicht die Geschichte des Alten Jüdischen Friedhofes in Dresden. Es ist der älteste erhaltene jüdische Friedhof in Sachsen. Unter einem dichten Baumdach versteckt er sich mit seinen alten Steinen und Geschichten in der Äußeren Neustadt. Zahlreiche zu Unrecht vergessene Persönlichkeiten fanden hier ihre letzte Ruhestätte. Gehen Sie mit uns auf eine spannende Spurensuche. Männliche Teilnehmer bitte mit Kopfbedeckung. _________________________________________________________________________ Dienstag 18.06.2019, 18.00 Uhr WIR-AG, Martin-Luther-Straße 21 Israels Linke Matzpen, das hebräische Wort für Kompass, bezeichnet zugleich jene politische Gruppierung, die die israelische Gesellschaft nach dem Sechstagekrieg mit der Forderung nach einem Rückzug aus den jüngst besetzten Gebieten in Aufruhr versetzte. Matzpen – die israelische Variante der Neuen Linken – propagierte eine sozialistische Revolution im Nahen Osten, die den Palästinakonflikt überwinden und zu gegenseitiger Anerkennung von Israelis und Palästinensern führen sollte. Es ist diese historische Konstellation, die Lutz Fiedler in seinem Vortrag kon- textualisiert, um dabei zugleich eine andere israelische Geschichte zu erzählen. Gemeinsam mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen ________________________________________________________________________ Sonntag 30.06.2019, 14.00 Uhr Ort: Jüdische Gemeinde zu Dresden, Hasenberg 1 Victor Klemperer Einschnürung: Überleben im Nationalsozialismus An Victor Klemperer erinnern heute in Dresden noch der Name einer Straße, der Name eines TU-Hörsaals und auch der Name der Volkshoch- schule. 1945 kehrte der Romanist in diese Stadt zurück, in die er 1920 als Professor gekommen war. Die Stadtrundgänge entsprechen den drei wichtigen Lebensphasen von Victor Klemperer: 1. Ankunft in Dresden als Professor der TH 2. Dölzschen als neuer Mittelpunkt 3. Überleben im Nationalsozialismus Nicht immer lassen sich die einzelnen Phasen räumlich trennen. Nachgegangen werden dabei den teils verschwundenen und teils erhaltenen Orten, an denen Victor Klemperer lebte und arbeitete. Vorgestellt werden sowohl interessante Auszüge aus seinen Tagebüchern als auch die historischen Hintergründe der besuchten Orte. Anmeldung über die Volkshochschule Dresden unter: 0351-2544021. Voranmeldung erforderlich / gebührenfrei. _________________________________________________________________________