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Aula des Bertolt-Brecht- Gymnasiums, Lortzingstr. 1
Mittwoch 06.06.2018, 19.00 Uhr Stadtbibliothek Dresden-Neustadt, Königsbrücker Straße 26 Mod Helmy – Wie ein arabischer Arzt in Berlin Juden vor der Gestapo rettete Lesung und Gespräch mit dem Autor Igal Avidan Die meisten Menschen in Nazi-Deutschland unter- nahmen nichts gegen die Judenverfolgung. Nur 600 wurden von Yad Vashem als „Gerechte unter den Völkern“ geehrt, weil sie Juden gerettet hatten. Einer davon war ein Araber, der aus Ägypten stammte. 1922 kam Mod Helmy aus Kairo nach Berlin, um hier zu studieren. Arabische Studenten waren damals sehr willkommen. Er schloss sein Medizinstudium erfolg- reich ab und lernte eine junge Deutsche kennen, die die Frau seines Lebens werden sollte. Doch nach der „Machtergreifung“ 1933 änderte sich alles. Helmy verlor schließlich sogar seine Zulassung und wurde inhaftiert. Erst ab 1942 konnte er wegen des Ärztemangels wieder offiziell arbeiten. Und er wurde zum Judenretter. Jahrelang half er einer jüdischen Familie, sich vor der Gestapo zu ver- stecken. Igal Avidan spürt dieser einzigartigen Geschichte nach. Gemeinschaftsveranstaltung vom Landesbüro Sachsen der Friedrich­-Ebert-Stiftung, HATiKVA e.V. und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden e.V. _________________________________________________________________________ Freitag 08.06.2018, 11.00 Uhr Eingang der Jugendherberge Altenberg, Dresdner Straße 76 Über die Grenze. Auf Spurensuche rund um Altenberg. Das Angebot zum historischen Lernen mittels Geocaching schickt Sie auf eine Wanderung von ca. 5 km rund um Altenberg. Sie lernen dabei Flugzettel und illegale Druckerzeugnisse sowie deren Herstellung als eine Form des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus kennen. Die Veranstaltung ist für Pädagog_innen geeignet, ein eigenes Smartphone bitte möglichst mitbringen, ca. 6 MB Datenvolumen erhöhen den Komfort. Anmeldung zwingend erforderlich unter info@hatikva.de _________________________________________________________________________ Sonntag 10.06.2018, 14.00 Uhr Ort: Jüdische Gemeinde zu Dresden, Hasenberg 1 Victor Klemperer Einschnürung: Überleben im Nationalsozialismus An Victor Klemperer erinnern heute in Dresden noch der Name einer Straße, der Name eines TU-Hörsaals und auch der Name der Volkshoch- schule. 1945 kehrte der Romanist in diese Stadt zurück, in die er 1920 als Professor gekommen war. Die Stadtrundgänge entsprechen den drei wichtigen Lebensphasen von Victor Klemperer: 1. Ankunft in Dresden als Professor der TH 2. Dölzschen als neuer Mittelpunkt 3. Überleben im Nationalsozialismus Nicht immer lassen sich die einzelnen Phasen räumlich trennen. Nachgegangen werden dabei den teils verschwundenen und teils erhaltenen Orten, an denen Victor Klemperer lebte und arbeitete. Vorgestellt werden sowohl interessante Auszüge aus seinen Tagebüchern als auch die historischen Hintergründe der besuchten Orte. Anmeldung über die Volkshochschule Dresden unter: 0351-2544021. Voranmeldung erforderlich / gebührenfrei. _________________________________________________________________________ Donnerstag 14.06.2018, 19.00 Uhr HATiKVA eV., Pulsnitzer Straße 10 Spiele in der historisch-politischen Bildung Quantität, Qualität und Vielfalt an (Brett-)spielen haben in den letzten Jahren immens zugenommen. Es wird so viel gespielt wie nie zuvor. Spiele zeichnen sich „von Natur aus“ durch mehr oder weniger leichte Zugänge und als eine hervorragende Motivationsquelle aus. Doch wie geeignet sind Spiele zur Vermittlung von pädagogischen Inhalten? Gibt es Spiele, die adaptierbar für die Pädagogik sind? Anhand eines Beispiels sollen die Möglichkeiten zur Nutzung des Spiels für die historisch-politische Bildung diskutiert werden. Natürlich nach einer gemeinsamen Erprobung des Spiels. In Kooperation mit der Reckenecke Dresden ________________________________________________________________________ Sonntag 17.06.2018, 14.00 Uhr, 15.00 Uhr, 16.00 Uhr, 17.00 Uhr Ort: Alter Jüdischer Friedhof, Pulsnitzer Straße 12 Eintritt: 6,00 €, ermäßigt: 4,00 € Der älteste erhaltene jüdische Friedhof in Sachsen - Geschichte und Besonderheiten Einem Kriminalstück gleicht die Geschichte des Alten Jüdischen Friedhofes in Dresden. Es ist der älteste erhaltene jüdische Friedhof in Sachsen. Unter einem dichten Baumdach versteckt er sich mit seinen alten Steinen und Geschichten in der Äußeren Neustadt. Zahlreiche zu Unrecht vergessene Persönlichkeiten fanden hier ihre letzte Ruhestätte. Gehen Sie mit uns auf eine spannende Spurensuche. Männliche Teilnehmer bitte mit Kopfbedeckung. _________________________________________________________________________ Dienstag 26.06.2018, 19.00 Uhr Ort: Haus der Kirche, Hauptstraße 23 Eintritt: 3,00 €, ermäßigt: 2,00 € Die Dresdner Sempersynagoge oder: Von Wesen und Tücken der Demokratie Vortrag von Daniel Ristau Im Juni 2018 jährt sich zum 180. Mal die Grund- steinlegung für die Dresdner Sempersynagoge. Der Bau stellte auch einen Meilenstein in den Debatten über Inhalte, Formen und Defizite von Demokratie innerhalb der jüdischen Gemeinde sowie im sächsischen Staat insgesamt dar. Die dabei gestellten Grundfragen blieben auch in den Folgejahrzehnten immer aktuell - und sie sind es bis heute. Daniel Ristau hat den Prozess der Diskussion erforscht und steht anschließend auch für Fragen zur Verfügung. _______________________________________________________________________